1. Tag
Strecke Satteins Leukerbad 303 KM 5h20min
Die Orte: Satteins, Feldkirch, Vaduz, Nendeln (18 Autobahn auf), Chur, Tamins (74 Autobahn ab), Flums, Ilanz, Waltensburg, Distens/Muster, (Abfahrt von der Autobahn, Km 118), Rueras (Oberalppass KM147), Andermatt, (Furkapass KM 177) Furka, Gletsch, Leukerbad;
Der erste Tag hat bei strahlendem Wetter begonnen. Die Fahrt auf der schweizer Autobahn war etwas eintönig doch der Anstieg auf den Oberalppass hat schon erste Erwartungen auf die folgenden Pässe geweckt. Die Straßen in der Schweiz sind in einem hervorragenden Zustand. Der Anstieg ist leicht über die Straße und am Ende über zehn Spitzkehren zu erreichen. Das Wetter auf dem Oberalppass war etwas wolkenverhangen. Die Preise für Kaffee und Kuchen haben gewohntes Schweizer Niveau. Anschließend sind wir zum nächsten Pass gestartet. Die Abfahrt nach Andermatt verläuft in Geraden und sanften Kurven. Vor Andermatt sind noch 8 Spitzkehren zu überwinden.
Von Andermatt geht es in einer langen leicht kurvigen Straße und am Ende über 9 Spitzkehren auf den Furkapass. Die Aussicht ist überwältigend. Hinunter ins Tal geht es bis zur dritten Spitzkehre. Ein Halt ist dort geboten. Es gibt ein Restaurant und ein Hotel am Wegrand. Auch kann man vom Restaurant aus den Rhonegletscher sehen. Wenn man bezahlt hat man Zugang zum Gletscher. Zu sehen auf der anderen Talseite war der Grimselpass und der Totensee zu sehen. Das Ziel war nicht auf unserer Route eingeplant, dennoch sind wir über die Ortschaft Gletsch im Tal die sechs Serpentinen hinaufgefahren. Wir haben eine kurze Rast am Totensee gemacht und sind dann wieder den gleichen Weg talabwärts gefahren. Im Tal sind wir bis nach Leuk gefahren um dann den Anstieg nach Leukerbad zu beginnen. Leukerbad liegt dort am Ende des Talkessels. Die Ortschaft ist von hohen Bergen umgeben. Der Aufenthalt war schön, doch das Preisniveau hat uns an Lech am Arlberg erinnert.
Oberalppass 2044 m
Furkapass 2431 m
Grimselpass 2146 m
Das Hotel Astoria liegt in Leukerbad am Ende des Tales in einem Kessel. Die Zimmer sind schon etwas älter aber wurden sehr gut in Stand gehalten. Der Aufenthalts und Speisebereich ist von der Ausstattung auch schon älter, hat aber eine charmanten Charakter. Das Frühstücksbuffet war ausreichend und sehr gut. Das Personal war sehr bemüht um uns. Wir würden dem Hotel 4 Sterne vergeben.
2. Tag
Strecke Leukerbad Seeze 294km 5 h 15 min
Die Orte: Leukerbad, Riddes Martigny (KM60), Co de la Forclaz (KM80), Col del Montets (KM95), Cluses (KM150), Co de la Colombiere (KM170), Col des Aravis (KM 194), Col des Saisies (KM 218) Cornet de Roselend (KM 260), Seeze
294km 5 h 15 min
Der zweite Tag hat mit strahlendem Sonnenschein begonnen. Wir sind wieder von Leukerbad über die vielen Kurven und Serpentinen ins Tal abgefahren. Durch das Tal ging es dann Richtung Frankreich. Über eine wenig kurvenreiche Straße und ein paar Spitzkehren haben wir den Pass und somit auch Frankreich erreicht. Die Abfahrt ins Tal nach Trient ist leicht und hat nur eine Spitzkehre.
Aus navigationstechnischen Gründen haben wir die Pässe, Col de Monets, Col de la Colombiere, Col de Aravis und Col de Saises ausgelassen. Das müssen wir später einmal nachholen. Auf der Strecke dort hin ist von Chamonix der Mont-Blanc gut zu sehen. Den Pass Cormet de la Roselend haben wir befahren. Über die Zufahrtsstraße und 22 Spitzkehren haben wir den Pass erreicht. Einige Kehren zuvor haben wir beim Lac de Roselend eine kurze Rast eingelegt. Ins Tal sind wir dann über die großteils langen Wegstrecken und 14 Spitzkehren nach Bourg Saint Mourice abgefahren und von dort aus nach Seez in unser Hotel gefahren.
Col de la Forclaz 1527 m
Col de Montets 1461 m
Co de la Colombiere 1613 m
Col des Aravis 1487 m
Col des Saissies 1650 m
Cornet de Roselend 1967 m
Das Hotel Val de Jolie ist ein renoviertes Hotel. Die Rezeption ist von 7 bis 10 und von 17 bis 20 Uhr besetzt. Das alte Gebäude wurde renoviert. Die Zimmer machen einen ordetlichen Eindruck sind aber bescheiden ausgestattet. Das Hotel verfügt über keine Lift. Das Personal war nett und bemühlt. Vom Eindruck her, wird es wie eine Jugendherberge betrieben. Das Frühstücksbuffet war ausreichend aber nicht üppig. Wir würden dem Hotel drei Sterne vergeben.
3. Tag
Strecke Seeze Briacon 230km 3 h 47 min
Die Orte: Seeze, Co de l Iseran (KM50), Col du Mont Centis (89KM), Saint Michell de Maurienne, Col du Telegraph (KM 135), Col du Gabalier (KM 162) Col de Laurat (KM 170) Brancon
Der dritte Tag begann schon am Morgen mit ein paar Regentropfen. Zu wenig für eine Regenbekleidung aber doch nicht so freundlich wie die letzten Tage. Den Col d Iseran haben wir in ca. einer Stunde erreicht. In Validisere haben wir unsere Regenbekleidung angezogen und sind den Pass hochgefahren. Lange Wegstrecken werden über 10 Serpentinen unterbrochen. Oben war es neblig mit einer Temperatur von 6 Grad. Die umliegenden Berge waren natürlich nicht zu sehen. Die Abfahrt bei der nassen Straße hinunter ins Tag mit langen Wegstrecken und acht Spitzkehren sind wir bei regennasser Fahrbahn gemütlich hinuntergefahren. Es ist besser, wenn man sich auf die Straße konzentriert. Abseits vom Wegrand geht es steil bergab.
In der Mitte zum nächsten Pass sind wir noch den Mont Centis hinaufgefahren. Oben nach der Passhöhe ist ein See und ein Gasthaus. Wir haben die Regenbekleidung abgelegt und bei einem Kaffee das bessere Wetter genossen. Unten im Tal wieder angekommen, sind wir nach Saint Martin-d Arc gefahren.
Von dort aus ging es auf den Col de Telegraphe über längere Straßenabschnitte und 16 Spitzkehren auf den Pass. Über lange Straßenabschnitte sind wir ins Tal abgefahren. Von Valorie geht es in langen Abschnitten und wenigen Serpentinen auf den Col du Galibier. Die Abahrt zum Col du Lauratet über die Serpentinen überwindet sehr viele Höhenmeter. Vom Pass hinunter ins Tal, sind wir über eine lange Straße im Tal nach Briancon zu unserem Hotel gefahren.
Col du Iseran 2760 m
Col du Mont Cenis 2083 m
Col du Telegraphe 1570 m
Col du Galibier 2621 m
Col du Lautaret 2058 m
Das Hotel Suite Home macht einen eleganten Eindruck. Die Zimmer sind auf dem Stand der Zeit und gastgerecht eingerichtet. Das Personal ist freundlich und um den Gast bemüht. Das Frühstücksbuffet ist ausgiebig und von guter Qualität. Wir würden dem Hotel vier Sterne vergeben.
4. Tag
Strecke Briancon La-Bollene-Vesubie 272KM 4h 7 min
Die Orte: Briancon, Col de Izoard(KM20), Col de Vars (KM72), Col de la Cayolle (KM 132), Col de la Couiolle (KM 190), La-Bollene-Vesubie
Wir starten den vierten Tag mit Sonnenschein in die nächste Tour. Die Anfahrt zum Col d` Izoard über das Tal ist recht lange. Später geht es über 25 Spitzkehren auf die Passhöhe. Die Passhöhe ins Tal führt durch eine felsige Landschaft und ist mit vielen Spitzkehren ausgeführt.
Im Tal angekommen fahren wir durch eine felsige Schlucht nach Guillestre und von dort über eine verwinkelte Straße über Vars auf den Col de Vars. In das Tal geht es über viele Serpentinen. Zum Col de la Cayolle brauchen wir ca. eine Stunde.
Über ein langes Tal und anschließend viele Serpentinen erreichen wir den Col de la Couiolle. Fast hätten wir ihn am Weg zum Hotel liegen lassen. Weiter geht es zu unserem Hotel, welches zu unserer Verwunderung nicht dort ist wo wir es vermuten. Zum Abschluss des Tages werden wir noch eine Stunde so richtig verregnet. Ein netter Franzose erklärt uns, dass unser Hotel auf dem nächsten Berg ist. Also wieder auf das Motorrad rauf und die vielen Serpentinen und Kurven hoch auf den Berg. Somit haben wir auch noch den nicht geplanten Col de Turini befahren.
Col Du Izoar 2360 m
Col De Vare 2108 m
Col de la Cayolle 2326 m
Col de la Couillolle 1678 m
Col de Turini 1607 m
Das Hotel Le Chamois ist auf dem Pass Col de Turini. Der erste Anblick verrät, dass das Hotel schon seine besten Tage erlebt hat. Die Zimmer haben Hüttencharakter und scheinen schon viele Jahre nicht mehr renoviert wurde. Das Hotel hat keinen Lift. Das Frühstück war recht bescheiden. Wir würden dem Hotel einen Stern vergeben.
5. Tag
Strecke La Bollene Vesubie - San Secondo 235Km 4 h 4 Min
Die Orte: La Bollene Vessubie, Saint Martin Vesubie, Col St. Martin (KM24), Col de La Lombarde (KM80), Vinadio, Gaiola, Dronero, Venasco, Saluzzo, Revello, Bibiane, San Secondo
Vom Col de Turini geht es wieder über etliche Spitzkehren hinunter ins Tal nach La Bollene Vesubie und dann hinauf dauf den Col Sint Martin. Der Pass ist nicht hoch und auch nicht spektakulär.
Hinunter ins Tag nach Rimplas und von Isoloa hoch auf den Col de la Lombarde. Nebenbei sei erwähnt, dass wir die Grenze nach Italien überfahren haben. Die Straße hinauf ist sehr gut ausgebaut. Oben am Pass sind noch Steingebäude die Kellergewölben ähnlich sehen. Der Verwendungszweck blieb uns bis jetzt verschlossen. Der Weg ins Tal ist auch gut gemacht aber an vielen Stellen nur 1,5 Spuren. Mit dem Motorrad also kein Problem.
Wir haben uns vorher darauf geeinigt, dass wir nicht in der Ebene fahren möchte und so haben wir den Weg über die Hügel nach San Secondo genommen. Zum Teil waren es nette und schöne Eindrücke doch am Schluss sind wir über einen Hügel gefahren, wo die Straßenverhätnisse schlecht waren. Das hätten wir uns schenken können.
Col St. Martin 1500 m
Col Lombarde 2350 m
Das Hotel hat schon beim Heranfahren einen guten Eindruck gemacht. Die Zimmer sind auf dem Stand der Zeit und gastfreundlich eingerichtet. Das Personlal ist freundlich und sehr um den Gast bemüht. Angeschlossen ist ein Restaurand mit guter Küche welches einem als Gast einen Rabatt gewährt. Wie das Frühstücksbüffet ist wissen wir noch nicht. Wir würden dem Hotel vier Sterne vergeben.
6. Tag
Strecke San Secondo - Castelleto-Sopra 235km 4h 4min
Orte: San Secondo, Carigiano, Villiastellone, Riva Presso Cieri, Piova Massaia, Crescentino, Carpignano Sessia, Cicognola
Am sechsten Tag gibt es nicht viele Pässe zu befahren. Genau genommene gar keine. Es ist sozusagen ein Transporttag in dem wir die Po Ebene zum Lago Maggiore durchfahren. Die Fahrt durch die Poebene war landschaftlich ganz interessant. Es waren verfallene Häuser und Bauernhöfe am Straßenrand zu sehen wie auch schöne Dörfer und tolle Häuser. Die Landstraßen waren in gutem Zustand und Außerorts war auch ein Fortkommen mit Tempo 90 möglich.
Hotel Lago Magiore Via Sempione 166, 28053 Castelleto
Das Hotel macht einen heruntergewirtschafteten Eindruck. Der Vorplatz und der Eingangsbereich ist schmutzig und mit Zigarettenstummeln übersäht. Das Zimmer ist klein. Zum Großteil macht es einen gereinigten Eindruck. Das Personal ist eher nüchtern und kurz in der Kommunikation. Das Frühstück besteht aus einem Kaffee und einem Croissant. Kann man so etwas Frühstück nennen?. Auf die Frage wo die Fernbedienung für die Klimaanlage ist bekam ich die Information, dass dafür extra bezahlt weren muss.
Wir würden dem Hotel 1,5 Sterne geben.
7. Tag
Strecke Licognolla - Feldkirch 298Km 5h 54 min
Orte: Licognolla, Prebbia, Passo Barbe (Km 33) Passo del Cuvignone (Km 36), Passo dei San Michele (Km45), Germignana, Gambarogno, Roverdo, San Bernadino (Km153), Sufers, Thusis, Lenzerheidepass (KM220), Zizero, Vaduz, Feldkirch
Unsere Heimreise haben wir bei wunderschönem Wetter begonnen. Wir sind rechts vom Comosee über die Hügel gefahren. Die drei Pässe waren eigenlich nicht so richtig zu erkennen. Später ging es auf die Schnellstraße und dann die Straße hinauf zur Passhöhe des St. Bernadino. Die Straßen hinauf und hinunter sind exzelent ausgebaut. Man merkt schon, dass man wieder in der Schweiz ist. Wieder hinunter ins Tal und Richtung Heimat unterwegs. Wir haben bei Chur auf die Autobahn gewechselt und dann bis nach Feldkirch mit einer kleinen Rast im Heidiland nach Hause gefahren. Den geplanten Lenzerheidepass haben wir diskussionslos nicht befahren. Wahrscheinlich war das Heimweh schon so stark.
Passo Barbe 874 m
Passo del Cuvignone 1036 m
Passo dei San Michelle 887 m
San Bernadino 2076 m
Lenzerheidepass 1574 m